Trainerportrait: Harald Pallitsch

Geboren: 18.04.1958 in Wien
Adresse: 1100 Wien, Hofherrgasse 8/26
Telefon: 01/602 57 66
Mobil: 0664/513 99 22
Staatsbürger: Österreich
Beruf: Versicherungsberater, Finanzierungsberater
Sportart: Leichtathletik – aktiver Mittelstrecken- und Langdistanzläufer
Verein: KUS ÖBV ProTeam – Sportlicher Leiter und Trainer

Berufsausbildung:

Volksschule Kleistgasse, GRG 3 Hagenmüllergasse mit Matura
Ausbildung bei den ÖBB zum Fahrdienstleiter (Vergleichsweise Fluglotse), Berufsausübung 1976 – 1990, danach Versicherungsangestellter.

Bewegungsausbildung:

20 Jahre klassisches Ballett und weitere Tanzstile (Jazz, Step, Graham, Horton und Limon Stil). Als Tänzer, Ballettlehrer und Choreograph tätig (1980 -1995)
Freikletterausbildung bei Arthur Kubista (ÖAV Edelweiß Wien) und Tätigkeit als Klettercoach (1995 – 2002)
Ausbildung zum Mittelstreckenläufer 2000 – 2002 (Manfred Krebs – LCC – Wien).
Ausbildung zum akademischen Leichtathletiklehrwart, Abschluss 2007

Kommunikationsausbildung:

Schulung nach mehreren Kommunikationsmodellen im Rahmen der Berufsweiterbildung zur Führungskraft bei der ÖBV (u.a. Dr. Ruth Seliger - Landkartendenken, Gisela Kaltenhofer – Farben / Indiskmodell).

Trainerphilosophie:

Die Stärken eines LA – Trainers sollten beinhalten Trainingsmethodik, Leistungsdiagnostik, allgemeines Mental- und Wettkampfcoaching, der Blick für die Bewegungsdetails (Fehler und Optimierungskorrekturen!) und Wissen und Erfahrung für die Planung längerfristiger und nachhaltiger Leistungssteigerung.

Wichtig für mich ist von ALLEN Fähigkeiten ein gutes Mindestmaß mitzubringen.

Keinesfalls darf das Schwergewicht beim Coaching auf nur einzelne Bereiche gelegt werden. Während der allgemeinen Entwicklung eines Athleten oder beim noch jungen Nachwuchsathleten sind bewegungstechnische und mentale Elemente und das richtige Verhalten bei Wettkämpfen den leistungsdiagnostischen und planbezogenen Elementen gegenüber stärker zu gewichten. Damit schaffe ich als Trainer Freiraum für ungezwungene Leistungsentwicklung. Selbst ausgereifte Athleten sind von multiplen Faktoren abhängig und nur bedingt planbar. Für mich ist auch der Faktor Trainingsbedingungen wichtig bei der Planung. Speziell Kälte im Winter sollte nicht durch falsches Heldentum unterschätzt werden.

Ein gesunder Sportler kann auch bei Minusgraden Laufen, die Erholungsphasen sind jedoch anders und zum Teil nicht planbar. Auch entsteht eine falsche Gewöhnung an Kälte und Unverträglichkeit für wärmere Verhältnisse, die oft bei Meisterschaften gegeben sind. Bei aller toller Funktionskleidung – die Lunge hat kein Vorwärmsystem für Atemluft. Leichtathletik ist keine Wintersportart! (Im Alter sollte man auch noch gesund sein!)

Die Wirkung von Trainingselementen kann für mich nur bei funktionierender Kommunikation zwischen Athlet und Trainer und bei ausreichender Beobachtung durch den Trainer richtig eingeschätzt werden. Für mich ist manchmal auch das Mitmachen beim Training sehr aufschlussreich. Soweit es mir möglich ist, bestreite ich eine Einheit ganz oder teilweise noch selbst. Mitmachen hält die Sinne scharf und ermöglicht ein besseres Gefühl für das Training, und besseres Einschätzen der Auswirkung auf die Athleten. Die Sicht für international erfolgreiche Methoden muss ebenso offen sein! Erst nach Jahren kann bei eingespielten Gemeinschaften die Anwesenheit des Trainers reduziert werden. Selbst bei mittleren oder schnellen Dauerläufen eines Langdistanzläufers sollte man regelmäßig dabei sein. Die höchste Kunst ist das kontrollierte Bilden eines Saisonhöhepunkts. Meistens gelingt das erst nach mehrjähriger Zusammenarbeit.

Spätestens dann ist der Trainer wieder gefordert, durch neue Impulse die Eintönigkeit der Trainingsroutine ein wenig aufzubrechen, ohne das Leistungsniveau zu gefährden. Die Kreativität aus meinem Vorleben im Kunstbereich als Tänzer und Choreograph kommt mir dabei zugute.

Spruch: Ohne Planung keine nachhaltigen Erfolge!
Spruch: Der beste Trainingsplan ist der, den ich auch verwerfen kann!

Erfolge:

Bei praktisch allen Athletinnen und Athleten, mit denen ich gearbeitet habe, zeigten sich prompt massive und auch nachhaltige Leistungsverbesserungen. Bei den Männern trainiere ich derzeit die Brüder Andreas und Mario Bauernfeind (Vizemeister U23 10K Strasse) sowie die Frauengruppe Böhm, März, Pichler, Schindler, Schmidt, zu der sich von anderen Vereinen zeitweise die Damen Elise Blais, Elisabeth Pöltner – Holkovic und Minodora Turkonje vor allem zum Techniktraining einfinden. Letztes Jahr stellte meine Trainingsgruppe beide Gesamtsieger beim Weinviertellaufcup (Doris März und Mario Bauernfeind). Renate Schindler holte bei ihren ersten Österreichischen Mastersmeisterschaften Gold und Silber auf der Mittelstrecke. Auch Doris März holte österreichweit zwei Titel und eine Bronzemedaille. Aktuell halte ich bei 8 österreichischen Meisterschaftsmedaillen seit 2 Jahren.

Harald, 01.01.2014

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Das KUS ÖBV Pro Team ist eine Sektion des Kultur- und Sportvereines der Wiener Berufsschulen.